Pricing hat viele Gesichter

Die automatisierte Optimierung von Preisen ist derzeit eines der heissesten Themen im Handel. Stellt sich die Frage: Was bedeutet überhaupt Preisoptimierung?

Das Spektrum der Anwendungen für Händler reicht weit.  Ein wichtiger Punkt ist der automatische Zugriff auf Wettbewerbspreise und deren Analyse, um daraus – möglichst in Echtzeit – eine Anpassung der eigenen Preise vorzunehmen. Die Datenanalyse ist natürlich ein Thema für sich und beinhaltet etliche Faktoren wie die Bestimmung der Preiselastizität der einzelnen Produkte, wie auch deren gegenseitige Abhängigkeit (Kreuzpreiselastizität), die Analyse von Trends und etliches mehr. Über die Analyse kann, unter Beachtung der Zielvorgaben, eine automatische
Preisoptimierung vorgenommen werden. Hier geht der Trend zunehmend zur Automatisierung in Echtzeit.

Zugleich bringt das Pricing ständig neue Business-Modelle hervor. Ein wichtiger ist Couponing, und da lautet wiederum der Megatrend „Mobile Couponing“. Die Idee des Couponings ist die Ausgabe von Wertscheinen, der Coupons, an definierte Zielgruppen, welche zum Rabatt auf gewisse
Produkte oder Dienstleistungen berechtigen. Mobile Couponing ist – klar – das Ganze über’s Handy. Couponing wurde in Deutschland lange Zeit stiefmütterlich behandelt – jetzt ist es voll da! Gerade erschien in der Financial Times Deutschland der lesenswerte Artikel „Elektrinische Gutscheine / Schnäppchenjagd im Netz“ http://m.ftd.de/artikel/60167163.xml?v=2.0, der die Chancen und Risiken des Mobile Coupongs vorstellt.

Sofern die Gültigkeit des Coupons an eine Gruppe von Interessenten gekoppelt ist, spricht man von einem Groupon – ein Kunstwort aus „Group“ und „Coupon“, benannt nach der gleichnamigen Firma. Diese gilt mit einer Bewertung von 12,5 Milliarden Dollar als Highflyer und unter dem Titel „Wir werden das Betriebssystem des Handels“ erschien im Spiegel http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,810946,00.html im Januar ein streitbares Interview mit Groupon-Gründer Andrew Mason.

Ob Aktionen, Rabatte, Bundles, Coupons oder Auktionen – letztlich sind all dies Spielarten des Pricings. Der Einzug neuer Medien wie Smartphones und Instore-Devices (Kiosksysteme, AdScreens, Shelf-Label, Coupondrucker, etc.) in Supermärkten ermöglicht eine völlig neue Qualität der dynamischen und vernetzten Anpassung der Preise. Über diese spannenden Entwicklungen werden wir im weiteren detaillierter berichten.

Michael Thess

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