Adidas schockt die eCommerce-Welt

Adidas hat als erster Hersteller in Deutschland die Reißleine gezogen – man wird künftig keinen Händler mehr beliefern, der Adidas-Waren auf amazon und/oder eBay verkauft.

Und warum das Ganze? Vordergründig lautet der Kommentar, die eigenen Produkte könnten nicht adäquat auf diesen Handelsplattformen in Szene gesetzt werden.

Na ja, Nachtigall ick hör Dir trapsen ….

Vielleicht ist es ja doch eher so: Weil der Sportartikelhersteller die Erfahrung gemacht hat, dass insbesondere diese beiden Handelsplattformen die Preise kaputt machen respektive eine Preisdisziplin seitens der Händler erheblich erschweren, frei nach dem Motto: „Der und der bietet es schon seit Wochen zum niedrigeren Preis auf www.amazon.de bzw. www.ebay.de an …“ Na ja, das Übliche, kennen Sie ja sicher alle bestens aus Ihrem Tagesgeschäft.

Zum allerersten Mal kommt ein Hersteller aus der Deckung und sagt ganz einfach: wenn Du auf diesen beiden Märkten verkaufst, erhältst Du keine Ware mehr von uns liebster Händler.

Ganz schlicht und ergreifend, ergreifend einfach.

Denn bislang haben sehr viele Hersteller genau vor diesem Schritt Angst gehabt bzw. wollten einfach keine juristischen Auseinandersetzungen riskieren, die dann eventuell negativ auf die eigenen Marken zurückschlagen könnten.

Darauf pfeift Adidas mal ganz gepflegt und setzt ein sehr positives Zeichen. Denn der Hersteller sollte doch am längeren Hebel sitzen wenn die Händler permament dessen Preispolitik unterlaufen für den vermeintlich schnellen Euro.

Die eine oder andere Klage gegen dieses Vorgehen wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen, aber wenn am Ende nicht nur die beteiligten Juristen einen pekuniären Gewinn davontragen sollen, will das gut überlegt sein.

Man muss den Herzogenaurachern zu diesem mutigen Schritt einfach gratulieren!

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