Das Richtige tun! Vertriebsbeschränkungen sind kein Allheilmittel

© cartoonresource – Fotolia.com

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Und täglich grüßt das Murmeltier…

Immer mal wieder, aber in schöner Regelmäßigkeit, erreichen uns Nachrichten über die Findigkeit großer Markenhersteller, die die Vertriebsaktivitäten ihrer Händler mit eigenen Vorgaben einzuschränken versuchen. Adidas, Deuter, Casio, Asics und zuletzt der Grillhersteller Weber-Grill, um nur einige zu nennen. Die Liste ist lang.

Ihre gemeinsame Motivation: Man möchte den eigenen Markenwert stabil halten und verhindern, dass die Marke verramscht wird. Beinahe nichts bleibt unversucht, um die Handelspartner zur Einhaltung der Preisdisziplin zu zwingen.

Ihr gemeinsamer Richter: das Bundeskartellamt. Zwar wird jeder neue Fall als Einzelfall behandelt, doch bislang urteilte die Rechtsprechung überwiegend kontra Markenhersteller und pro Online-Händler.

Deren Motivation ist ebenfalls unzweideutig. Die Konkurrenz unter den Online-Händlern ist groß und der Preis sowie Reaktionsmöglichkeiten auf Preisveränderungen die bedeutsamsten Aktionshebel. Möglichst hohe Margen haben Vorrang vor allem anderen und insbesondere kleinere Händler müssen mit ihrer Preiskalkulation flexibel spielen können, um ihren Online-Shop zum Laufen zu bringen.

Mehr Klarheit statt mehr Regulierung

Es bleibt ein Spannungsfeld, dessen kartellrechtliche Grenzen irgendwo zwischen „zulässig“ und „unzulässig“ verlaufen. Wo genau der Minengürtel liegt, wurde allerdings nicht im Detail markiert. So ist es auch erklärbar, dass Asics sich für einen Kampf mit offenem Visier entschieden und kurzerhand die Kompetenz des Bundeskartellamtes in Frage gestellt hat.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Kartellwächter grundsätzlich für mehr Klarheit sorgen und dort einschreiten, wo es vernünftig ist. Denn Vorsicht: Regulierung selbst ist auch ein nachgefragtes Gut! Und der Schrei nach ihr birgt immer auch die Gefahr, dass die Kraft der freien Märkte unterwandert wird.

Fazit: Eine Frage der Effektivität

Es gilt, das Richtige zu tun! In diesem Fall das Preismanagement und die Lieferketten im Griff zu behalten. Graumarkt-Importe und Sonderposten verzerren die Preise und zwingen die Händler in einen Preiskrieg, der letztlich allen schadet. Wer den rechten Weg allein im Minenfeld der Vertriebsbeschränkungen zu finden hofft, der packt das Problem nicht bei der Wurzel. Jenen sei der ressourcenschonende Einsatz intelligenter Preisbeobachtungs-Tools empfohlen. Sinnvoll eingesetzt schaffen sie Transparenz auf digitalen Märkten, helfen die Marke zu schützen und stärken die eigene Position im Wettbewerb.

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