adidas scheitert mit Online-Verkaufsverbot

adidas scheitert mit Online-Verkaufsverbot

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Zwei Jahre ist es her, dass adidas aus Sorge um den eigenen Markenwert den Online-Handel schockte. Mit einem selektiven Vertriebsmodell und dem damit verbundenem Verkaufsver-bot auf Online-Marktplätzen sollte der E-Commerce in die Schranken gewiesen werden. Zu groß war die Sorge, dass sich der Preis der eigenen Turnschuh nicht mehr durchsetzen ließe, wenn diese in einer Reihe mit zahlreichen Mitbewerbern und garniert durch Benutzerbewertungen sichtbar würden. Die Emotionalität der Marke wäre dahin, der Kunde hätte nur noch den Preis im Sinn – so die nachvollziehbare Sorge des Herstellers.

Doch diese Sorge wollte das Bundeskartellamt nicht folgen, wie die Behörde am 2. Juli bekannt gab. Nach intensiven Ermittlungen und Gesprächen lenken die Herzogenauracher ein. Die Verbotsstrategie ist vom Tisch, die Stellung des Handels wurde gestärkt.

Diese Entwicklung ist ein Paukenschlag für viele Hersteller, die vergleichbare Maßnahmen planen oder bereits praktizieren. Weder nach deutschem, noch nach europäischem Recht, existieren derzeit Möglichkeiten, den Onlinehandel wirksam auszuschließen.

Unterm Strich heißt das: für den Markenhersteller ist und bleibt der Preis essenzieller Be-standteil seiner Markenpositionierung. Sein primäres Interesse gilt der Einhaltung der Preis-disziplin durch seine Händler. Für die Händler wiederum sind infolge der Konkurrenzsituation der Preis und insbesondere die Reaktionsmöglichkeiten auf Preisveränderungen der wich-tigste Aktionshebel. Eine flexible Preisgestaltung mit möglichst hohen Margen hat für sie Vorrang. Ein Spannungsfeld.

Wer es als Markenhersteller zulässt, dass Grauimporte oder Sonderposten das Preisgefüge ruinieren, darf sich nicht wundern, wenn der Handel mit einem Preiskampf antwortet. Doch genau der führt langfristig in eine Abwärtsspirale, die weder Händlern noch dem Hersteller nutzt, am Ende schaut sogar der Verbraucher in die Röhre. Markenhersteller müssen jetzt mehr denn je die Online-Pricings tagesaktuell kontrollieren und die Lieferketten fest im Griff behalten. Denn der Preis bleibt auf absehbare Zeit das entscheidende Kriterium für den Verkauf.

Die vollständige Pressemitteilung des Bundeskartellamtes finden Sie hier:
http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2014/02_07_2014_adidas.html

Gemeinsam mehr erreichen – der Händlerbund begrüßt tripuls als neues Beiratsmitglied

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Gemeinsam mehr erreichen – nicht ohne Grund lautet so das Motto des Händlerbundes. Die Kooperation zwischen dem Händlerbund und dem Websystemhaus tripuls hat neben der Stärkung der E-Commerce Branche zum Ziel, die Interessen der digitalen Welt selbstbewusst zu vertreten. Sowohl wirtschaftlich, als auch politisch zum Nutzen der Händlerbundmitglieder wirken, ist der vereinte Wille. Die tripuls media innovations gmbh wird sich zukünftig bei den e-Commerce-spezifischen Arbeitskreisen und der Ausrichtung von Workshops mit branchenrelevanten Themen einbringen und mit dem Händlerbund als Sprachrohr für Neuigkeiten und aktuelle Trends der Branche fungieren.

„Mitglieder des Händlerbund Beirates setzen sich für eine gestärkte E-Commerce Branche ein. Wir freuen uns, tripuls als kompetenten Partner im Beirat zu wissen und gemeinsam die Zukunft des E-Commerce zu gestalten“, meint Florian Seikel, Leiter Public Affairs Händlerbund.Das schließt auch den Tripuls Price Observer – eine Division der tripuls gmbh – mit ein. Für die Mitglieder des Händlerbundes bedeutet das einen klaren Preisvorteil. Der TPO mit seiner „Data as a Service“- Strategie wird als Technologiepartner in Erscheinung treten und von Händlerbund-Mitgliedern zu besonders günstigen Konditionen nutzbar sein. Zusammen mit dem TPO sieht sich tripuls nicht nur als Technologiepartner, auch die Webkompetenzen aus 15 Jahren Unternehmenserfahrung stehen den Mitgliedern des Händlerbundes zukünftig zur Verfügung.

 

 

Versandhandel im Aufschwung: mittelständische Unternehmen geraten unter Preisdruck

 

Pricingblog - Versandhandel im Aufschwung

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Die im Februar 2014 veröffentliche Studie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) besagt vor allem eins: dem Distanzhandel geht es gut.

Eine Umsatzsteigerung in 2013 beim Kauf von Waren um 22,9% auf 48,3 Milliarden Euro im Bereich des Online- und Versandhandels macht die Branche zum absoluten Wachstumsmarkt.
„E-Commerce ist für die Konsumenten zur Selbstverständlichkeit geworden.“, so Thomas Lipke, Präsident des bevh.

Der Wachstumsboom hat allerdings auch negative Auswirkungen – die großen Online-Player sind in der Pole-Position und drehen die Preis-Daumenschrauben stetig enger. Um dem harten Preiskampf auch in Zukunft gewachsen zu sein, müssen neue Preisstrategien her. Wie diese aussehen können, erfahren Sie hier.

 

Einfach selber machen!? Die DIY-Branche im Umbruch

Pricingblog - DIY-Branche im Umbruch

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It’s a jungle out there! So, oder so ähnlich könnte man die DIY-Branche beschreiben. Fressen oder gefressen werden ist das Motto der Wahl, das hat der Niedergang der Praktiker-Kette eindrucksvoll bewiesen. Doch während über dem einen der Pleitegeier kreist, wildern branchenfremde Online-Anbieter fröhlich im Baumarktrevier. Und damit nicht genug – auch das Kundenverhalten verändert sich.

Bei soviel Dynamik ist es wichtig, den Überblick nicht zu verlieren. Ausgestattet mit dem richtigen Rüstzeug ist es durchaus möglich, auch in stürmischen Zeiten sicher zu navigieren. Erfahren Sie hier, welche Hindernisse es in diesem Bereich zu umschiffen gab und inwieweit uns das gelungen ist.

Whitepaper: Online-Pricing im Automobilmarkt

Pricingblog - Online-Pricing im Automobilmarkt

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Das Auto, des Deutschen liebstes Hobby. Doch was für den einen die Freizeitbeschäftigung, ist für die anderen knallharter Wettbewerb.

Vor allem in der Zuliefererindustrie wird mit harten Bandagen gekämpft. Verglichen mit der befürchteten Kartellbildung bei Produzenten von Autoteilen, erscheint die Konkurrenz durch den sich ausweitenden Internethandel fast schon milde.

Doch der steigende Preisdruck ist nicht zu unterschätzen – fehlende Preisdisziplin und die daraus resultierende sinkende Produktwertigkeit aus der Kundenperspektive machen Gegenmaßnahmen unumgänglich.Doch was kann der Einzelne in einer solchen Situation ausrichten? Gibt es Kniffe um die Preisdynamik einer Branche zu beeinflussen? Ob und wie Sie etwas ausrichten können, um Ihre Position am Markt zu verändern, erfahren Sie im Pricing-Whitepaper Automotive der tripuls media innovations gmbh.

Die Zukunft des Repricing – 7 Trends, mit denen Sie (be)rechnen können

Commerce and savings flat illustrationRepricing, d.h. die dynamische Preisbeobachtung und -Anpassung, betrifft mittlerweile den gesamten Online-Handel. Ob Mega-Shop oder kleiner Nischenhändler – wer zukünftig seine Konkurrenz hinter sich lassen möchte, sollte auf den Zug aufspringen. Doch Repricing ist mehr als Preisbildungslimbo – wir stellen 7 Trends vor, die Ihnen zum besten Preis, zur rechten Zeit verhelfen.     

  1. Long Tail als manuelle Vorreiter
    Die Nischenanbieter des Onlinemarkts setzen auf manuelle Auswertung gecrawlter Daten. Im Unterschied dazu bevorzugen größere Shops umfangreichere Lösungen mit automatisierter Preisbeobachtung.
  2. Pricing-Kapazitäten optimieren durch Teil-Automatisierung
    Automatisiertes Repricing zunächst bei beliebten Produkten aus der zweiten Reihe einsetzen, macht Sinn. Die Bestseller werden nach wie vor individuell vom Category Management betreut. So steht die geballte Kraft der Mitarbeiter den wichtigsten Produkten zur Verfügung.
  3. Kein Echtzeit-Crawling
    Zu enge Überprüfungsintervalle können ungewollte Aufmerksamkeit der Konkurrenz wecken und unangenehme Verschleierungsmaßnahmen zur Abwehr hervorrufen. Eine Preisbeobachtung in Echtzeit, die tatsächlich auch den jeweiligen Shop kontrolliert, ist in naher Zukunft nicht zu erwarten.
  4. Internationalisierung als Motor und Bremse zugleich
    Die fortschreitende Internationalisierung des Onlinemarktes macht Repricing zur absoluten Notwendigkeit. Verbesserte Logistik und Währungsschwankungen machen auch Shops mit Sitz im Ausland zu direkten Konkurrenten. Preisbeobachtung über die deutschen Grenzen hinaus ist also notwendig. Fehlende Preistranzparenz im Ausland und Stolpersteine in Form von kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen erschweren jedoch den automatisierten Crawling-Prozess.
  5. Verfügbarkeit und Reputation als entscheidende Variablen
    Wie schon eingangs erwähnt: Repricing ist mehr als wahlloses Preisdumping.
    Die Verfügbarkeit eines Produkts und die Reputation des Shops sind ebenfalls Variablen der Preisbildungsgleichung.
    Die Nachfrage bestimmt den Preis – ist das gewünschte Produkt kaum noch zu haben, ist der Kunde eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
    Vorsicht ist besser als Nachsicht – hat der Kunde Zweifel an der Qualität des Produkts, wird er geneigt sein, bei einem Händler mit guter Reputation zu kaufen.
  6. Problemfaktor Preis-Cloaking
    Der allgemeine Trend zum Repricing lässt auch ungewünschte Pflänzchen sprießen: Zunehmend wird sog. Preis-Cloaking, also Preis-Verschleierung, betrieben, um das Crawlen von Daten zu erschweren. Dies ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Man riskiert, von Nutzern wegen fehlender Transparenz abgestraft zu werden.
  7. Semantisches Dilemma
    Fehlende semantische Kennzeichnung von Preisen erschwert den Crawlern das Leben. Leider ist das nicht die einzige Auswirkung: Auch Google tut sich mit dieser Art der Verschleierung schwer und bestraft sie postwendend mit einer Herabstufung im Ranking.

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Repricing in a nutshell

Stock ExchangeAlle wollen ihn, alle brauchen ihn – den Preis. Er ist im Zeitalter des Online-Handels das entscheidende Kaufsignal. Schnell auf Veränderungen reagieren zu können ist der Schlüssel zum Erfolg.

Der Preis als Kaufsignal bedingt eine Abkehr von den starren Preismodellen der Vergangenheit. Moderner E-Commerce braucht dynamische Preisbildung.

Repricing ist dazu der Lösungsansatz der Wahl.

Zweierlei ist zu beachten:

  1. Eine umfangreiche Preisbeobachtung
  2. Eine zielgerichtete Nutzung der gewonnenen Daten

Auch im Bereich des Repricings gilt: In kleinen Schritten kommt man zum Erfolg.
Die Implementierung eines dynamischen Preismodells kann nicht von heute auf morgen geschehen. So macht es Sinn, mit einer Testphase zu starten, deren geringer Umfang eine manuelle Überprüfung und Anpassung möglich macht.

Im Rausch der neugewonnenen Daten darf man allerdings nicht vergessen, dass weniger manchmal mehr ist. Es gilt also, die Preisanpassung sinnvoll und für den Kunden nachvollziehbar einzusetzen.

Fazit:

Durch Repricing eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, denn auch hier gilt: Wissen ist Macht. Wer über Kundeninteressen und Bedarf auf der einen, sowie Verfügbarkeit und Preis auf der anderen Seite informiert ist, wird relevant für seine Kunden.

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