Dynamic Pricing im E-Commerce

Der Preis ist die wichtigste Variable in der Ökonomie. Umso wichtiger ist es, dass Händler die Preisfindung dynamisieren und Hersteller diesen Prozess im Blick behalten.

In dem Webinar „Erfolgreiches Pricing im E-Commerce“ spricht Andreas W. Ditze, Geschäftsführer der tripuls GmbH und CEO beim Pricing-Dienst www.preismonitoring.de, über strategische Ansätze und operative Tipps bei der Umsetzung einer E-Commerce Dynamic Price Strategy.

Das Webinar entstand in Zusammenarbeit mit der Händlerbund Akademie.

Pricing Strategie richtig umsetzen

Pricing Strategie richtig umsetzen

Allein das Vorhandensein einer guten Pricing Strategie garantiert noch keinen Umsatz – auf die richtige Implementierung kommt es an. In dem Kurzbericht „Pricing-Initiativen in sieben Schritten umsetzen“ aus dem Hause Simon, Kucher und Partners geben die Autoren Dr. Daniel Bornemann, Mark-Daniel Rentschler und Alexander Stahmer konkrete Tipps zur erfolgreichen Umsetzung:

  1. Identifizieren Sie konkrete Preisspielräume
  2. Führen Sie schrittweise neue Modelle ein
  3. Überlassen Sie das Pricing nicht dem Vertrieb, verankern Sie es auf Entscheiderebene
  4. Trennen Sie die Verantwortung für Kalkulation und Durchsetzung
  5. Fördern Sie margenbewusstes Verhalten der Mitarbeiter
  6. Erhöhen Sie nur schrittweise die Komplexität der Preismodelle
  7. Verinnerlichen Sie im Unternehmen: es geht nicht um Umsatz, sondern um Gewinn

Quelle: Pricing-Initiativen in sieben Schritten umsetzen, absatzwirtschaft.de

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Revolution des Lebensmittelhandels – Cross-Channel-Absatz wird unentbehrlich

Pricingblog - Cross-Channel-Absatz

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Online Einkaufen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Der PC wird hochgefahren und schon erstreckt sich die geballte Konsumwelt im eigenen Wohnzimmer. Mit einem Klick gelangen die materiellen Glücklichmacher in den virtuellen Einkaufswagen. Aber landet dort wirklich alles? Gelangen in diesen Wagen, neben Elektronik, Kleidung und Spielzeug, auch Lebensmittel und Drogerieprodukte? Derzeit muss diese Frage noch mit ‚kaum‘ beantwortet werden.

Dies wird sich zukünftig allerdings ändern – laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zum Cross-Channel-Absatz von Lebensmitteln, steht dem Handel ein absoluter Boom bevor. Bis 2020 soll der Marktanteil für Cross Channel, also verschiedene Absatzkanäle, bei 20 Prozent liegen und das reine Online-Geschäft auf 10 Prozent ansteigen.

Bei einem derzeitigen Online-Marktanteil von 0,3 Prozent mögen diese Prognosen ambitioniert klingen – doch bessere Angebote, sinkende Preise und der demographische Wandel machen es möglich. Schon jetzt wagen sich viele stationäre Lebensmittelhändler mit Social Media und Mobile Apps in das World Wide Web – durch Rabattaktionen und Loyalitätsprogramme wird so Kundenbindung betrieben. „Wer jetzt handelt, verbessert seine Position im insgesamt nur geringfügig wachsenden Markt. Internet wird zur Überlebensfrage“ – so formuliert es Dr. Wolf Wagner, Advisory Partner bei EY. Es gilt also, möglichst schnell auf den Zug aufzuspringen, bevor die großen Pure-Player wie Amazon & Co. auch diesen Bereich für sich beanspruchen.

Nischenanbieter wie mymuesli.de und hellofresh.de zeigen, dass der Online-Absatz von Lebensmitteln auch heute schon möglich ist. Was es bei der Umstellung auf den Online-Handel zu beachten gibt und welche Strategien sinnvoll sind, erfahren Sie hier.

Whitepaper: Online-Pricing im Automobilmarkt

Pricingblog - Online-Pricing im Automobilmarkt

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Das Auto, des Deutschen liebstes Hobby. Doch was für den einen die Freizeitbeschäftigung, ist für die anderen knallharter Wettbewerb.

Vor allem in der Zuliefererindustrie wird mit harten Bandagen gekämpft. Verglichen mit der befürchteten Kartellbildung bei Produzenten von Autoteilen, erscheint die Konkurrenz durch den sich ausweitenden Internethandel fast schon milde.

Doch der steigende Preisdruck ist nicht zu unterschätzen – fehlende Preisdisziplin und die daraus resultierende sinkende Produktwertigkeit aus der Kundenperspektive machen Gegenmaßnahmen unumgänglich.Doch was kann der Einzelne in einer solchen Situation ausrichten? Gibt es Kniffe um die Preisdynamik einer Branche zu beeinflussen? Ob und wie Sie etwas ausrichten können, um Ihre Position am Markt zu verändern, erfahren Sie im Pricing-Whitepaper Automotive der tripuls media innovations gmbh.

Die Zukunft des Repricing – 7 Trends, mit denen Sie (be)rechnen können

Commerce and savings flat illustrationRepricing, d.h. die dynamische Preisbeobachtung und -Anpassung, betrifft mittlerweile den gesamten Online-Handel. Ob Mega-Shop oder kleiner Nischenhändler – wer zukünftig seine Konkurrenz hinter sich lassen möchte, sollte auf den Zug aufspringen. Doch Repricing ist mehr als Preisbildungslimbo – wir stellen 7 Trends vor, die Ihnen zum besten Preis, zur rechten Zeit verhelfen.     

  1. Long Tail als manuelle Vorreiter
    Die Nischenanbieter des Onlinemarkts setzen auf manuelle Auswertung gecrawlter Daten. Im Unterschied dazu bevorzugen größere Shops umfangreichere Lösungen mit automatisierter Preisbeobachtung.
  2. Pricing-Kapazitäten optimieren durch Teil-Automatisierung
    Automatisiertes Repricing zunächst bei beliebten Produkten aus der zweiten Reihe einsetzen, macht Sinn. Die Bestseller werden nach wie vor individuell vom Category Management betreut. So steht die geballte Kraft der Mitarbeiter den wichtigsten Produkten zur Verfügung.
  3. Kein Echtzeit-Crawling
    Zu enge Überprüfungsintervalle können ungewollte Aufmerksamkeit der Konkurrenz wecken und unangenehme Verschleierungsmaßnahmen zur Abwehr hervorrufen. Eine Preisbeobachtung in Echtzeit, die tatsächlich auch den jeweiligen Shop kontrolliert, ist in naher Zukunft nicht zu erwarten.
  4. Internationalisierung als Motor und Bremse zugleich
    Die fortschreitende Internationalisierung des Onlinemarktes macht Repricing zur absoluten Notwendigkeit. Verbesserte Logistik und Währungsschwankungen machen auch Shops mit Sitz im Ausland zu direkten Konkurrenten. Preisbeobachtung über die deutschen Grenzen hinaus ist also notwendig. Fehlende Preistranzparenz im Ausland und Stolpersteine in Form von kyrillischen oder chinesischen Schriftzeichen erschweren jedoch den automatisierten Crawling-Prozess.
  5. Verfügbarkeit und Reputation als entscheidende Variablen
    Wie schon eingangs erwähnt: Repricing ist mehr als wahlloses Preisdumping.
    Die Verfügbarkeit eines Produkts und die Reputation des Shops sind ebenfalls Variablen der Preisbildungsgleichung.
    Die Nachfrage bestimmt den Preis – ist das gewünschte Produkt kaum noch zu haben, ist der Kunde eher bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
    Vorsicht ist besser als Nachsicht – hat der Kunde Zweifel an der Qualität des Produkts, wird er geneigt sein, bei einem Händler mit guter Reputation zu kaufen.
  6. Problemfaktor Preis-Cloaking
    Der allgemeine Trend zum Repricing lässt auch ungewünschte Pflänzchen sprießen: Zunehmend wird sog. Preis-Cloaking, also Preis-Verschleierung, betrieben, um das Crawlen von Daten zu erschweren. Dies ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Man riskiert, von Nutzern wegen fehlender Transparenz abgestraft zu werden.
  7. Semantisches Dilemma
    Fehlende semantische Kennzeichnung von Preisen erschwert den Crawlern das Leben. Leider ist das nicht die einzige Auswirkung: Auch Google tut sich mit dieser Art der Verschleierung schwer und bestraft sie postwendend mit einer Herabstufung im Ranking.

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Repricing in a nutshell

Stock ExchangeAlle wollen ihn, alle brauchen ihn – den Preis. Er ist im Zeitalter des Online-Handels das entscheidende Kaufsignal. Schnell auf Veränderungen reagieren zu können ist der Schlüssel zum Erfolg.

Der Preis als Kaufsignal bedingt eine Abkehr von den starren Preismodellen der Vergangenheit. Moderner E-Commerce braucht dynamische Preisbildung.

Repricing ist dazu der Lösungsansatz der Wahl.

Zweierlei ist zu beachten:

  1. Eine umfangreiche Preisbeobachtung
  2. Eine zielgerichtete Nutzung der gewonnenen Daten

Auch im Bereich des Repricings gilt: In kleinen Schritten kommt man zum Erfolg.
Die Implementierung eines dynamischen Preismodells kann nicht von heute auf morgen geschehen. So macht es Sinn, mit einer Testphase zu starten, deren geringer Umfang eine manuelle Überprüfung und Anpassung möglich macht.

Im Rausch der neugewonnenen Daten darf man allerdings nicht vergessen, dass weniger manchmal mehr ist. Es gilt also, die Preisanpassung sinnvoll und für den Kunden nachvollziehbar einzusetzen.

Fazit:

Durch Repricing eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten, denn auch hier gilt: Wissen ist Macht. Wer über Kundeninteressen und Bedarf auf der einen, sowie Verfügbarkeit und Preis auf der anderen Seite informiert ist, wird relevant für seine Kunden.

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Rückblick auf die Pricing-Konferenz der Internet World 2013

Am 19.3.2013 stand das Thema Online-Pricing auf der Internet World 2013 auf dem Programm.  Die Pricing-Experten von www.preismonitoring.de haben an der Konferenz teilgenommen – und die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

„Der Preis ist heiß – so stärkt die richtige Preispolitik Marke & Handel“
von Marcus Diekmann von Die Shopmacher:

  • Es geht nicht darum, immer den günstigsten Preis im eigenen Shop zu bringen
  • Differenzierte Preise sind möglich, z.B. über Themenshops und Portale
  • Es wird eine große Marktbereinigung im Online-Handel geben, es gibt zu viel Angebot
  • Hersteller werden vermehrt auf eigenen e-Commerce setzen

„Der Preis ist nicht heiß – Best Practice: Online-Strategie gegen Preishaie“
von Thomas Gottheil, Zippo GmbH:

  • Protect your Brand – notfalls auch AdWords auf die eigene Marke schalten
  • Der Hersteller setzt auf einen Online Flagship Shop, der ausschließlich zum UVP verkauft
  • Es geht nicht um Umsatz, sondern um Image
  • Zippo sagt seinen Händlern: „wir haben eine Conversion von 3%, d.h. 97% der Besucher informieren sich zwar online, kaufen aber letztlich nicht hier“
  • Zippo hat „Ropo-Kunden“: Research online, Purchase offline

Der Vortrag „Online Pricingstrategien – Worauf kommt es an“ von Dr. Gunnar Clausen fand leider nicht statt.

Einig waren sich beide Referenten in der Beurteilung der Strategie von Amazon. „Amazon ist die kalte Umarmung des Todes“, brachten es die Vortragenden auf den Punkt. „Was gut läuft, macht Amazon selber. Der Rest wird durch niedrige Deckungsbeiträge plattgemacht“. In der folgenden Diskussion mit etwa 150 Marketers und Shopmanagern kam einmal mehr zum Ausdruck, dass sich der Online-Handel bessere Möglichkeiten für ein dynamisches Pricing wünscht. Die komplette Prozesskette – angefangen vom eigenen Pricing bis hin zur Wettbewerbsbeobachtung – sei noch viel zu wenig optimiert. Der Bedarf an massentauglichen Pricingtools ist hoch, das Angebot bisher jedoch noch recht klein.

Als eines der wenigen deutschen Unternehmen bietet die tripuls gmbh einen Datenservice für dynamisches Pricing und automatische Wettbewerbsbeobachtung an.